Wie ein Hund Ihr Kind beeinflusst
Geschrieben am | 14.09.2009 | Noch kein Kommentar
So ein Hund hat eine gewisse Macht und hilft uns Zweibeinern. Hundebesitzer erkranken nicht nur seltener und haben einen niedrigeren Blutdruck, sie gehen auch weniger häufig zum Arzt gehen, genesen bei Krankheit auch rascher und sind insgesamt ausgeglichener. Meiner Meinung verdanken wir das der regelmäßigen Bewegung an der frischen Luft – egal, was der Wettergott für uns bereithält.
Hat ein Hund auch Einfluss auf die schulischen Leistungen, das soziale Verhaltensweisen und die Schulnoten eines Kindes?

Zusammen unterwegs (Quelle: white-by-nature.com)
Dieser Frage widmete sich der Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft, nachdem die PISA-Studien ernüchternde Ergebnisse für Deutschland lieferten.
Prof. Dr. Reinhold Bergler (Psychologisches Institut de Universität Bonn) und Dr. phil. Dipl.-Psych. Tanja Hoff (Institut für angewandte Sozialforschung Köln) grenzten ihre zu untersuchende Stichprobe auf Jungen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren ein, die in Bayern wohnen und die Realschule besuchen.
Untersuchung
Die Untersuchung erfolgte auf zwei Stufen: In der Pilotphase fanden 2,5-stündige Einzelgespräche mit 50 Müttern statt, danach wurden persönliche Interviews auf Basis des entwickelten Fragebogens geführt. Berücksichtigt wurden 200 Familien mit und 200 Familien ohne Hund.
Die Themen der Untersuchung waren die Qualität der Kind-Hund-Beziehung und der erlebte positiver Einfluss eines Hundes auf das schulische Leistungs- und Sozialverhalten, das Hausaufgabenverhalten, die Schulprobleme und leistungsorientierte Persönlichkeitsmerkmale.
Die positive Wirkung des Hundes auf die Motivation begründet sich auf seine Rolle als
- Freund, bei dem man sich so zeigen kann, wie man ist und nicht immer „cool“ sein muss.
- Tier, das besonders wichtig ist an Schultagen, an denen das Kind traurig oder genervt nach Hause kommt.
- jemand, bei dem sich ein Kind immer Zuwendung holen kann, ohne sich zu verpflichten.
Ergebnisse
Die Studie zeigt auf, dass die Qualität der Kind-Hund-Beziehung einen Einfluss auf die Qualität des Hausaufgabenverhaltens hat. Allein die Anwesenheit des Hundes schafft beim Erledigen der Hausaufgaben eine angenehme Atmosphäre und fördert die Lernausdauer und -willigkeit.
Bei Problemen in der Schule und Misserfolgen spendet der Vierbeiner Trost, Zuneigung und Sympathie, trägt zur Entspannung bei und mindert die Einsamkeit.
Die Qualität der Kind-Hund-Beziehung beeinflusst positiv die Entwicklung der schul- und damit leistungsrelevanten sozialen Kompetenzen. Dazu gehören die Fähigkeit, Gefühle zu kontrollieren, Kontakt aufzunehmen und in einer Gruppe zu kooperieren.
Die Kinder mit einer engen Beziehung zu einem Hund sind verantwortungs- und selbstbewusster, einfühlsamer, konzentrierter und ausgeglichener.
Links zum Thema
mensch-heimtier.de: Schulleistungen und Heimtiere (PDF)
mensch-heimtier.de: Heimtiere in der Gesellschaft
kinder-und-tiere.de: Faszination Hund
Für mich klingt das alles nicht abwegig und so würde ich diese Wirkung des geliebten Vierbeiners bedenkenlos auf Erwachsene übertragen.
Haben Sie vielleicht einen direkten Vergleich vornehmen können, z.B. durch die Anschaffung eines Hundes als Sie bereits Eltern waren? Oder haben Sie Gegenteiliges zu berichten, weil sich ihr Kind z.B. immer vom Hund ablenken lässt und selten mit den Hausaufgaben fertig wird?
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